La Gomera – zwischen den Zeiten

“Love is not a transaction, but a burning flame within you.

When it burns, the core of who you are, it is liberating.”

Sadghuru

Meine Zeit hier auf der Insel neigt sich dem Ende entgegen und ich kann und will nicht mehr schweigen und meine Meinung zurückhalten. Es gibt keinen einzigen Grund mehr dafür. Der geographisch bedingte Abstand zu Österreich hat mich extrem unterstützt den eigenen Gefühlen, der inneren Wahrheit zu vertrauen. Winden wir uns nicht hin und her, um uns die Situation, in der wir jetzt alle gelandet sind schön zu reden, um besser zu überleben? Und ja, es ist eine Chance und nein, es ist nicht mehr verhältnismässig. Zu viel bleibt auf der Strecke. Wichtiges. Gutes, Wahres und Schönes. Neue Geschäftsmodelle entstehen meist – internet abhängig- um wieder eine Art von Sicherheit vorzugaukeln. Die Wirtschaft eine riesige Maschinerie will weiter tun und tut es auch – Pech für die, die auf der Strecke bleiben. Ist das noch sozial? Und es bleiben Menschen auf der Strecke – merkt das niemand – oder koste es tatsächlich was es wolle? Sind wir dort gelandet?

Ich glaube nicht daran, dass die Impfung alles rettet, wer sagt das, wer denkt das und wer weiß das? Es gibt keine diesbezüglichen Erfahrungen. Ich bin kein genereller Impfgegner – wie es z.B. Rudolf Steiner einer war, möchte aber selbst abwägen und dieses Recht jedem zustehen und vertraue eher dem konventionellen Ablauf bei der Einführung eines neuen Impfstoffes von jahrelangen Testphasen. Jeder soll für sich entscheiden ganz klar – frei. Laut New York times ist es übrigens nicht sicher ob der Impfstoff tatsächlich den anderen „hilft“ oder doch „nur“ sich selbst. Wir werden sehen. Aufgewachsen in Ostdeutschland kann ich nur darum bitten, das Menschenrecht einer freien Entscheidung un-berührt zu lassen – ich weiß wovon ich spreche. Manches kommt mir – leider seid Monaten – so bekannt vor. Noch dazu hab ich in meiner Wahlheimat Österreich wenig bis gar kein Mitspracherecht als Ausländerin (auch nach 18 Jahren nicht) – der Herr Bundeskanzler spricht nicht zu mir. Vielleicht geht es anderen auch so – sicher sogar.

Dabei sind es wir Menschen, im miteinander des sozialen und direkten Kontaktes, was uns ausmacht, stärkt und verbindet. Yoga ist ein Tool, was uns diesbezüglich unterstützt, auch wenn dabei jeder für sich – auf der eigenen Matte – praktiziert. Getragen werden die Stunden durch das Zusammen-Sein – dabei entsteht ein energetisches Feld. Eines in dem die, die sich darin befinden regenerieren und so u.a. ihren Körper kräftigen, die Sinne schulen, ihr Immunsystem stärken, Ihre Ängste vergessen, ihren Geist beruhigen, das Atmungssystem trainieren. Hier ist mir vieles bewusst geworden – im wieder erleben eines menschlichen Miteinanders, einer geöffneten Gastronomie etwas Kultur, Musik, Yoga wie wichtig all diese Dinge doch sind.

So bin ich in dieser Zeit hier sehr viel gewandert, meine Füße trugen mich hinauf und hinunter über Stock und viele, viele Steine. Oft Allein oder zu zweit – Austausch und Meditation – Frieden und Freude – Licht und Dunkelheit und habe so unglaubliche Naturschauspiele sehen können. Besonders wertvoll dabei die Zeit am morgens am Strand mit Sonnenaufgängen, Tandava und täglicher Bewegung im Element Wasser.

Ganz viel Sonne auf der Haut , ganz viel Freude und Liebe im Herzen die ich mit Euch teilen möchte. Die Wahrheit finde ich in mir selbst und ich weiß, jedes Hinsetzen zur Meditation stärkt uns von innen und macht uns unendlich stark und unbezwingbar.

Auch auf der ÖKO-Finca El Cabrito war einiges anders als sonst, achtsam und sorgfältig vorbereitet war man darauf bedacht unter den Umständen 2020 den Gästen einen entspannten Urlaub zu ermöglichen – und das ist gelungen – keine Frage! Ein grosses Dankeschön dem gesamten Team! und ganz etwas besonders trat ein in dieser Zeit: es regnete – und das erstmals wieder nach dreijähriger Trockenheit, die Staudämme (drei) sind alle wieder gefüllt und sogar der Baranco führt wieder Wasser. Großartig, viele Sorgen waren auch mit dem Wassermangel verbunden – ein Aufatmen der ganzen Insel-Erde , Pflanzen, Tiere und Menschen reagieren direkt auf das kostbare Nass.

“Ist die Sonne untergegangen, zeichnet sich der Mond ab.

Ist der Mond verschwunden, verweilt das Bewusstsein.

Ist das Bewusstsein gegangen, bleibt die Räumlichkeit.

Die drei Gesänge, das Erschauern des Lebens, der Heiligen Freiheit und Glückseligkeit:

Sie lösen sich darin auf.”

Lalla

Die Reflektion dessen, was ich hier wahrnehmen kann, ist traumhaft. Die Ausblicke einmalig – ein paar Impressionen von Wanderungen in und um El Cabrito und aus dem Valle Gran Rey, wo ich in einem feinen kleinen Appartment ein paar letzte Tage ein zu Hause fand.

Und wie geht es nun weiter? Täglich frisch, spontan, zuversichtlich, klar, offen und mit einer Art Erwartungslosigkeit die ganz viel Raum für das schafft, was um uns ist. Freude auf Mit-Einander Sein. Bereit hinzuschauen auch auf die Dunkelheit. Und ganz viel Bedürfnis hineinzugeben, was meinem Potential Ausdruck verleiht. Mit Dir!

Herzlichst bis ganz bald in Austria.

Besonderen Dank an: das EC-Team; die Weihnachtsgäste-Familie; Nils , Diego und Michael

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